Altweibermühle 2015

RECKEN - HELLAU

Am Faschingssonntag den 15.02.2015 regierte bei strahlenden Sonnenschein Prinz Thomas I (Sebald) und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Celina (Emig) über Ihr närrisches Volk.

Zehnmal wurde die historische Mühle zum Mahlen in Gang gesetzt, um alle "alten Weiber" in den Besitz ihrer einstigen jugendlichen Schönheit und Kraft zu bringen.

Am Bahnhofsgelände wurde das erste Weib gefangen und der Mahlauftrag vom Obermüller gegeben. Die Müllerburschen schleppten das alte Weib auf die Mühle, wo sie unter Schreien im Mahltrichter verschwindet. Die Mühle drehte sich, die Knochen begannen zu knirschen und zu krachen, sie werden zermahlen und das Wunder lässt nicht lange auf sich warten: denn aus dem unteren Mühlenausgang kommt zum Erstaunen und zur Freude der Zuschauer ein junges hübsches Mädchen hervor. Der Bräutigam erwartete bereits die Schönheit und führte sie zum Tanze vor die Mühle. Den Erfolg dieser derben "Verjüngungskur" garantierten die zwanzig kräftigen Müllerburschen. Ungefähr 50 Wagen und Fußgruppen und sechs Tanz-Garden bildeten den Gaudiwurm. Mehrere Blas- und Musikkapellen und motorisierte "Sängerwagen" gaben den Ton an und ermutigten die vielen Zuschauer zum Singen und Tanzen. Thema des Zuges waren brandneue Ereignisse des Dorfes und der näheren Umgebung. Das tolle treiben in den Gassen und am Gewerbegebiet boten weitere Höhepunkte. Beim anschließenden Faschingstreiben in der Schreinerei Müller sorgten die "Corso- Band" aus Baunach für die richtige Stimmung.

Die Altweibermühle ist ein im weiten Umkreis einzigartiges Ereignis und wird traditionsgemäß nur alle 10 Jahre aufgeführt. Diese seltene Attraktion zieht immer wieder mehrere tausend Besucher aus Nah und Fern an, die sich diese Einmaligkeit in ganz Nordbayern nicht entgehen lassen wollen. Sogar Rundfunk und Fernsehen waren dabei.

Allein für den Mühlenbetrieb und die Verjüngungskur werden über 100 Akteure, für den Faschingsumzug weitere 500 Akteure eingesetzt. Jeder Verein unterstützt die Bemühungen des Ortskulturringes (OKR) Reckendorf um die Erhaltung dieser Tradition.

Wie im Gründungsjahr hatte man auch heuer beschlossen aus dem Gesamterlös einen gewissen Betrag für kulturelle Anliegen in der Gemeinde zu verwenden.

Die Reckendorfer Vereine waren bemüht die vielen tausend Besucher mit Bonbon und allerlei Wurfmaterial sowie mit Getränke und Essen zu Versorgen.

So wird man gespannt sein auf das Jahr 2025, wenn es wieder heißt "Recken Helau"

Baum-Lehrpfadwanderung in Lauter am 02.10.2014

15 Personen des Gesangvereins machten sich bei strahlenden Sonnenschein auf, um den oben genannten Lehrpfad der eine Wegstrecke von ca. 4,5 Km und eine Zeitspanne von 2 ½ Std. aufweist zu erkunden. Durch den Naturschutzwart vom Haßberg-Verein Lauter (HBV) H. Ferdinand Schmidt aus Baunach wurde die Wanderung zu einem sehr schönen Erlebnis. Es wurden uns an Hand von 23 Baumstationen gezeugt welche Vielfalt es bei unserer Region gibt. Der Weg schließt außerdem weitere Aktivitäten und Naturthemen ein, wie ein Baumtelefon, ein Holzklangspiel (Xylophon) das natürlich die Sängerinnen-u. Sänger gleich ausprobierten mit dem Lied "Alle meine Entchen", man war sich jedoch einig das so mancher Ton "verstimmt" war.

Der gesamte Lehrpfad wird durch Infotafeln unterstützt. Der Baum-Lehrpfad wurde von H. Schmidt ins Leben gerufen, dies jedoch war nur Möglich mit tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder des HBV-Lauter. Wer diesen Lehrpfad mit einem Verein oder Gruppe erwandern will, der kann sich gerne unter hbv-lauter@web.de erkundigen. Nach so viel Wissendurst kehrte man zur Stärkung in die Ochsenstuben in Appendorf ein.